Dieses Jahr wollten wir Schweden “erfahren”. Da uns nur 2 Wochen Urlaub zur Verfügung standen, mußten wir unsere Route genau überlegen. Ganz oben auf unserer Liste stand der Besuch in Astrid Lindgrens Värld in Vimmerby und der Besuch unerer Freunde in Vara und Göteborg.

Also hieß es ran an die Reiseführer und alle interessanten Orte zunächst einmal heraussuchen, dann alle möglichen Ziele in eine Landkarte eintragen und die Orte auf dem kürzesten Weg miteinander verbinden. Dabei kamen wir rechnerisch auf sage und schreibe 5000km in 12Tagen, dazu noch der Besuch bei unseren Freunden. Da stellte sich schon die Frage ob das überhaupt zu schaffen ist. Als Alternative hatten wir vorgesehen den nördlichen Teil unserer Reise kurzfristig zu streichen und dadurch 1000km zu “sparen”.

Bei der ganzen Planung hätten wir fast vergessen uns um das Wohnmobil zu kümmern. Nach einiger Recherche im Internet war schnell klar, daß wir das Mobil nicht in Rheinland-Pfalz, sondern in Baden-Württemberg mieten wollten, da dort die Ferien 2 Wochen später anfingen und somit die Preise wesentlich niedriger sind. Also auf nach Mannheim (Anfang April) zu RC-Reisemobile und dann gleich der Schock - alle Fahrzeuge vermietet, bis auf eines - ein Rimor. Der große Nachteil war die Länge von 6,05Metern. Also 5cm zu lang um auf den Fähren den günstigeren Tarif zu bekommen. Wie sich aber herausstellte haben die Kassierer immer ein Auge zugedrückt und die 5cm “unterschlagen”

Jetzt war also alles klar, bis auf die Anfahrtsroute. Sollten wir die Fähren der Vogelfluglinie oder eine Kombination Fähre/Brücke nehmen. Den entscheidenden Tipp bekamen wir von einem Bekannten in Malmö, der uns die Brücke riet. Es war wirklich ein Erlebnis

Jetzt kam die nächste Überrschung; die Freunde aus Göteborg wollten just in der Zeit in ihr Sommerhaus an der Ostküste, was sich zunächst aber mit unserem Terminplan nicht vereinbarten ließ. Während dr Fahrt entschlossen wir uns dazu den nördlichen Teil der Tour zu streichen, um nochmals an die Ostküste zu fahren (Die Heimfahrt war dadurch nicht wesentlich länger geworden)

Am 28.6. konnten wir um 14Uhr unser Wohnmobil in Mannheim in Empfang nehmen. Jetzt hieß es nach Osthofen fahren, laden und um 19Uhr konnten wir starten. Am 29.6. um 8:30 waren wir bereits in Puttgarden auf der Fähre.

Als Kartenmaterial hatten wir die Autokarten von Freytag&Berndt im Maßstab 1:250000. In den Karten waren alle Rastplätze eingezeichnet, so daß es wir fast immer irgendwo am Wasser übernachten oder Rast machen konnten, sehr zur Freude unserer Kinder. An den Hauptrouten gibt es sehr viele und meist sehr saubere Rastplätze.

Um Schweden zu erleben muß man aber von den Hauptrouten abzweigen. Was in Schweden auffällt, sind die vielen Vorgärten mit bunten Blumenrabatten und Rasenflächen, die alle kurzgeschnitten waren (Rasenmähen scheint ein Nationalsport zu sein). An den Straßenrändern sahen wir sehr oft Lupinen blühen, manchmal waren es richtige Felder