Ales Stenar bei Kåseberga zählt zu den kulturellen Zeugnissen der schwedischen Frühgeschichte. Von den Wikingern auf einem Plateau hoch über dem Meer errichtet, ist es mit seinen 67 m Länge und 19 m Breite die größte Schiffssetzung Skandinaviens und besteht aus 58 Granitblöcken, welche in der Form eines Schiffes aufgestellt wurden. Die Stevensteine sind mit  3,30 und 2,80Metern am höchsten
Dabei markiert der vordere Block genau den Punkt des Sonnenuntergangs an Mittsommer, der hintere Block den Sonnenaufgangspunkt zur Wintersonnenwende. Auf beiden Seiten des "Hauptschiffes" wurden jeweis Reste von kleineren "Begleitschiffen" gefunden.

Unter "Schiffssetzungen" versteht man eine Anzahl aufgerichteter Kalkstein- oder Findlingsblöcke (Menhire), welche in der Form eines Schiffes angeordnet sind. Zu einigen gehört ein sg. Runenstein, welcher mastähnlich auf der mittleren Längsachse steht. Der Grundriß ist stehts spitzoval, d. h. Bug und Heck sind gleichartig. Während am Mittelschiff die Höhe der Steine am geringsten ist, steigt sie dann gleichmäßig zu den Steven (vorne und achtern) wieder an.

Diese Steinsetzung wurde wahrscheinlich zwischen 800-1050 n. Chr. errichtet. Bei den meisten solcher Schiffssetzungen handelt es sich um Grabstätten. Dies ist jedoch bei Ales Stenar nicht eindeutig geklärt, da hier keine Grabfunde gemacht wurden. Dieser Umstand könnte auf ein Kenotaph (grch.: "leeres Grab"; Grabstätte zum Gedenken an eine/n Tote/n, welche ihre/seine Gebeine nicht enthält - diese sind entweder verschollen oder an anderer Stelle begraben) schließen lassen. Man weiß daß hier ein alter Kult- und Thingplatz war.

Landschaftlich ist Skåne sehr schön und erinnert mit seinen sanften Hügeln und den saftigen Wiesen ein wenig ans Allgäu

Unsere Reise führte uns weiter nach Vittskövle